3D-Analyse der Sehnerven

Die 3D-Analyse der Sehnerven (engl. The 3D analysis of the optic nerves) ist eine dreidimensionale Darstellung des Sehnervs und der umliegenden Netzhaut durch einen den Augenhintergrund abtastenden Laser (Heidelberger Retina Tomograph, HRT III), z. B. zur Früherkennung und Verlaufskontrolle eines Glaukoms (Grüner Star).

Wie wird die 3D-Analyse der Sehnerven durchgeführt?

Die 3D-Analyse der Sehnerven wird unter Zuhilfenahme des Heidelberger Retina Tomographen (HRT) vorgenommen. Dieses Gerät ist ein computergesteuertes Lasersystem, das den Sehnerv genau misst und dessen dreidimensionale Analyse ermöglicht. Mit Hilfe dieses Laserscanners können kleinste Veränderungen erkannt werden.

Die Untersuchung mit dem HRT ist völlig schmerzfrei und funktioniert ohne Berührung.

Ziele der 3D-Analyse der Sehnerven

Das Hauptziel der Untersuchung ist die Früherkennung eines Glaukoms durch die Identifizierung glaukomspezifischer Läsionen des Sehnervenkopfes. Damit verbunden ist eine dynamische Überwachung des Sehnervenzustands:

  • zur Beurteilung der Wirksamkeit einer blutdrucksenkenden Behandlung und
  • zur Beurteilung der Geschwindigkeit des Fortschreitens eines Glaukoms.

Was passiert bei der HRT-Diagnostik genau?

Die HRT-Diagnostik wurde als Laser-Ophthalmoskopie (Ophthalmoskopie ist eine Untersuchung des Augenhintergrundes) zur Untersuchung der Topographie des Sehnervenkopfes entwickelt. Die Technologie misst die Formen der untersuchten Strukturen, analysiert diese Informationen und vergleicht sie mit einer Computerdatenbank – als Indikatoren für den normalen physiologischen Zustand des visuellen Systems. Es ist auch möglich, die Ergebnisse automatisch mit Daten früherer Scans desselben Patienten zu vergleichen, um die Dynamik der Krankheit und die Wirksamkeit der Behandlung zu verstehen.

Während der 3D-Analyse der Sehnerven werden topografische Messungen berechnet: Größe, Konturen, Form, Netzhaut, Aushöhlung (entsteht durch einen Sehnervenverlust am Sehnervenkopf). Zusätzlich zu diesen Parametern werden Messungen der peripapillären Netzhaut und der Nervenfaserschicht der Netzhaut durchgeführt.

Die Technologie der HRT-Diagnostik ermöglicht es, im Gegensatz zu den klassischen zweidimensionalen Bildern, hochwertige dreidimensionale Bilderreihen zu erhalten. Dreidimensionale Fotografien sind wiederum informativer in Bezug auf die Topographie der verschiedenen Strukturen des Auges. Diese Methode basiert auf der Verwendung der Rasterlaser-Ophthalmoskopie. Das Verfahren verwendet Diodenlasertechnologie mit einer Wellenlänge von 670 nm. Das Verfahren basiert auf einer Änderung des Lichtstroms, der von einer bestimmten Ebene reflektiert wird.

Was ist das Glaukom?

Das Glaukom ist eine fortschreitende Krankheit, die zu irreversibler Erblindung führt. Aufgrund des erhöhten Augeninnendrucks werden durch das Glaukom Netzhautzellen zerstört, der Sehnerv verkümmert und visuelle Signale fließen nicht mehr zum Gehirn. Eine Person beginnt schlechter zu sehen, das periphere Sehen ist beeinträchtigt, wodurch der Sichtbereich eingeschränkt wird.

Die Entstehung eines Glaukoms kann somit viel früher erkannt werden, bevor der Patient Beschwerden und Sehbehinderungen, wie z. B. eine Abnahme des Gesichtsfeldes, hat. Beim Glaukom nimmt die Dicke der Netzhaut im Bereich des Sehnervenkopfes allmählich ab.

 

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