Das Projekt „namo“: Mobil bis ins hohe Alter

Mit dem Älterwerden geht häufig ein Mobilitätsverlust einher. Es fällt schwerer, Treppen oder längere Strecken zu Fuß zu bewältigen. Auch das Autofahren ist manchmal nicht mehr möglich. Sind öffentliche Verkehrsmittel dann nicht auf die besonderen Bedürfnisse älterer Menschen eingestellt oder nicht als barrierefrei erkennbar, schränkt das die individuelle Beweglichkeit stark ein. Es erschwert nicht nur die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben, sondern auch alltägliche Unternehmungen, etwa der Gang zum Arzt oder zum Einkaufen, werden zur Herausforderung. Selbstbestimmtes Leben auch im Alter braucht neue Wege.

Barrierefrei von Tür zu Tür

Hier setzt das Projekt „namo“ an. Der vollständige Titel „Mobil bis ins hohe Alter – nahtlose Mobilitätsketten zur Beseitigung, Umgehung und Überwindung von Barrieren“, beschreibt das Ziel. Gemeinsam mit den anderen Projektbeteiligten, etwa dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), verfolgt die Stiftung Gesundheit Fördergemeinschaft das Ziel, ein Reiseassistenzsystem zu entwickeln, das ältere Menschen dabei unterstützt, lange selbstständig mobil zu bleiben. Ausgehend von bereits bestehenden Angeboten, wie der barrierefreien Fahrplanauskunft des Projektpartners Rhein-Main-Verkehrsverbund, werden weitere zielgruppenspezifisch relevante Komponenten ergänzt. Dazu zählen zum Beispiel Informationen zur Umsteigesituation unterwegs, wie auch Informationen zum Weg von der Haltestelle bis zum Zielort. Der elektronische Reisebegleiter soll es so ermöglichen, eine Reiseroute von Haustür zu Haustür zu planen, die den eigenen Anforderungen an Barrierefreiheit entspricht. Davon können ältere Menschen ebenso profitieren wie Menschen mit Behinderung.

Mobilität in Freizeit und Alltag

Der Reiseassistent soll neben der Teilnahme an Freizeitaktivitäten, etwa einem Abend im Theater oder dem Besuch einer Ausstellung, auch alltäglich notwendige Wege, wie den Einkauf oder Gang zum Arzt, erleichtern. Die Stiftung Gesundheit Fördergemeinschaft bringt hier ihr Fachwissen und auch die Datenbasis im Gesundheitswesen ein, insbesondere Informationen zum Grad der Barrierefreiheit von Arztpraxen. Diese sollen dann sowohl bei der Planung vor Reiseantritt wie auch unterwegs zur Verfügung stehen.