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Entwicklungsstörungen

Entwicklungsstörungen sind Beeinträchtigung der Reifung verschiedener menschlicher Funktionen, z. B. in der Kommunikation oder sozialen Kompetenz. Sie umfassen jede Abweichung einer Funktion vom Entwicklungsprogramm (Fortschritt oder Verzögerung) über die Grenzen der für eine bestimmte Bildungs-, soziokulturelle oder ethnische Situation und für ein bestimmtes Alter des Kindes definierten sozialpsychologischen Norm hinaus.

Klassifikation von Entwicklungsstörungen

Derzeit gibt es keine einheitlichen Grundsätze für die Klassifizierung von Entwicklungsstörungen. Einige Forscher identifizieren u. a. die folgenden Gruppen von Kindern mit Entwicklungsstörungen:

  • Kinder mit sensorischer Beeinträchtigung (Störungen im Hören, Sehen, Sprechen, in den Muskel-Skelett-Funktionen und der Sensomotorik);
  • Kinder mit geistiger Behinderung;
  • Kinder mit psychopathischen Verhaltensformen (emotionale Verhaltensstörungen);
  • Kinder mit ersten Manifestationen von psychischen Erkrankungen (Schizophrenie, Epilepsie, Hysterie, etc.).

Welche Ursachen von Entwicklungsstörungen unterscheidet man?

Die weltweite Forschung zeigt, dass die Zahl der Kinder mit Entwicklungsstörungen groß ist und stetig steigt. Dafür gibt es eine Reihe von Gründen:

  • die Destabilisierung der Gesellschaft und einzelner Familien,
  • viele Kinder erleben mentalen, kognitiven Entzug, sensorischen und emotionalen Entzug und mangelnde Befriedigung ihrer emotionalen Kontakte und Bedürfnisse,
  • das Fehlen normaler hygienischer, wirtschaftlicher und ökologischer Bedingungen für zukünftige Mütter und Kinder verschiedener Altersgruppen.

Diese und viele andere pathologische Faktoren können zu verschiedenen Krankheiten und Entwicklungsstörungen führen.

Kennzeichen einer verzögerten kindlichen Entwicklung

  • 4. Lebensmonat: Das Kind reagiert nicht auf Worte und Gesten der Eltern, lächelt nicht (das sind auch Symptome von Autismus).
  • 8.-9. Lebensmonat: kein Lautbilden (Wiederholung der gleichen Silben „lala“, „baba“).
  • 1 Lebensjahr: Das Kind ist sehr ruhig, fast still.
  • 1,5 Jahre: Das Kind sagt selbst keine Worte (kein „Mama“, „Papa“) und nimmt sie auch nicht wahr. Es versteht auch nicht, wenn es beim Namen genannt wird. Das Kind kann nicht kauen.
  • 2 Jahre: Das Kind kennt und verwendet einen sehr begrenzten Wortschatz, wiederholt keine neuen Wörter von anderen.
  • 2,5 Jahre: Das Kind verwendet nicht mehr als 20 Wörter, kann aus zwei oder drei Wörtern keine Phrase machen, versteht die Namen von Körperteilen und Gegenständen nicht.
  • 3 Jahre: Das Kind kann selbst keinen Satz bilden, versteht keine einfachen Geschichten von Erwachsenen. Spricht zu schnell, „verschluckt“ die Enden oder zu langsam, dehnt die Wörter aus. Auf Wunsch eines Erwachsenen kann das Kind das, was er oder sie wörtlich gesagt hat, wiederholen.

Krankheiten, die zu Verzögerungen bei der Sprachentwicklung führen können:

  • angeborene Anomalien oder Stoffwechselstörungen im Zentralen Nervensystems;
  • Epilepsie und andere psychische Erkrankungen;
  • zerebrale Ischämie;
  • Hydrozephalus (Wasserkopf);
  • hoher intrakranieller Druck (Hirndruck);
  • zerebrale Lähmung;
  • Hirntumor;
  • Hirngefäßpathologie;
  • Leukodystrophie (Erbkrankheit, die das Nervensystem betrifft).

 

 

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  Praxis Dr. Beate de Fries

Frau Dr. Beate de Fries

Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin
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