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Aortenchirurgie

Die Aortenchirurgie befasst sich mit der operativen Behandlung der Körperhauptschlagader (Aorta), z. B. bei einem Aortenaneurysma (Erweiterung des Aorten-Querschnitts) oder einer Aortendissektion (Einriss in der Gefäßwand).

Die Aorta ist die größte Arterie im menschlichen Körper und leitet sauerstoffhaltiges Blut vom linken Ventrikel des Herzens durch einen großen Kreislauf. Alle Arten von Aortenanomalien, einschließlich Aneurysma, Aortendissektion, äußerer Ruptur und Blutung, erfordern einen dringenden chirurgischen Eingriff.

Was ist ein Aortenaneurysma?

Ein Aortenaneurysma ist eine pathologische Ausbuchtung der Aortenwand. Die Hauptursachen für ein Aortenaneurysma sind Atherosklerose, Bluthochdruck, Erbkrankheiten sowie angeborene Defekte des Herzens und der Blutgefäße.

Indikationen für einen aortenchirurgischen Eingriff

Die Empfehlung für eine vorbeugende Operation an der Aorta bei Patienten mit einem Aneurysma der aufsteigenden Aorta ist eine Erweiterung der Aorta um mehr als 5 cm. Bei Patienten mit Marfan-Syndrom (Bindegewebserkrankung) wird eine Operation an der Aorta mit einer Erweiterung bis zu 5 cm empfohlen, Verlängerungen bis zu 6 cm – das sind größere Veränderungen als bei Patienten mit Aneurysma, die nicht am Marfan-Syndrom leiden.

Darüber hinaus wird Patienten mit einer Aortenexpansionsrate von mehr als 3 mm pro Jahr eindeutig eine prophylaktische Operation in den früheren Stadien der Aortenvergrößerung empfohlen.

Chirurgische Behandlungen von Aortenaneurysma

  • Aufsteigende Aortenprothese mit Kunststoffschlauch: Eine Operationstechnik, bei der ein betroffener Teil der Aorta durch ein Röhrchen mit künstlicher Aortenklappe ersetzt wird. Diese häufige Behandlungsoption erzielt gute Ergebnisse, hat jedoch einen kleinen Nachteil: Eine gesunde Aortenklappe wird durch eine künstliche Klappe ersetzt.
  • Der suprakoronare Ersatz der Aorta ist eine Operationstechnik, bei der die erkrankten Teile der Aorta durch eine synthetische Röhre ersetzt werden. Diese Behandlungsoption wird verwendet, wenn der Patient keine Veränderungen an der Aortenklappe hat und keine chirurgische Korrektur benötigt.
  • Die David-Operation ist eine Operationstechnik, bei der der Ersatz eines pathologisch veränderten Bereichs der aufsteigenden Aorta durch Rekonstruktion der Aortenwurzel unter Erhaltung der natürlichen Aortenklappe erfolgt. Diese Operationstechnik wurde nach ihrem Gründer benannt.

Chirurgische Maßnahmen bei einer Aortendissektion

Die Aortendissektion ist durch einen Zustand gekennzeichnet, in dem eine teilweise oder vollständige Trennung der Aortenschichten mit einem anschließenden Bruch auftritt. Es ist zu beachten, dass die Aortendissektion die Hauptursache für Tod und Behinderung bei Patienten ist.

Die Operation wird unter Vollnarkose (Anästhesie) durchgeführt. Zum Zeitpunkt der Operation wird das Herz für eine sichere Manipulation an der aufsteigenden Aorta angehalten. Nach Abschluss der Operation wird die Herzaktivität wiederhergestellt.

Im Falle einer Aortendissektion sind folgende Behandlungsarten möglich:

  • Crawford-Operation, deren Zweck es ist, die gesamte absteigende und abdominale Aorta zu ersetzen,
  • Patienten bekommen blutdrucksenkende Medikamente verschrieben, Aortenzustände werden überwacht, Computer- oder Magnetresonanztomographie in bestimmten Zeitintervallen durchgeführt,
  • endovaskuläre Implantation spezieller Stents in die Aorta: sie schließen die Lücke und bilden von innen ein neues Aortengerüst.

 

 

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  Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Herr Prof. Dr. Christian-Friedrich Vahl

Facharzt für Herzchirurgie, Facharzt für Gefäßchirurgie
Langenbeckstraße 1
55131 Mainz


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