Existenzgründer-Seminar für Ärzte: von der Standortanalyse bis zum Businessplan

Ja ich kenne die Gedanken an die Unsicherheit: raus aus dem sicheren Angestelltenverhältnis und rein in die unsichere Selbständigkeit, in die eigene Praxis. Es gibt unendlich viele Dinge zu bedenken. Als ich beschloss mich niederzulassen, war ich eigentlich schon in einer ganz anderen Welt zu Haus: fest in einer Unternehmensberatung als Projektleiterin angestellt, gutes Gehalt , viel unterwegs und spannende Projekte! Aber mein Inneres wollte wieder zurück zur praktischen Medizin und mit Patienten arbeiten. Ich zog nebenbei noch in eine andere Stadt, so dass ich kurzerhand das Angebot annahm, mich in einer Gemeinschaftspraxis niederzulassen. Ein Modell, das viele Kollegen mittlerweile leben: mit Vor- und Nachteilen. Da ich aber eigentlich nie Vollzeit-Medizinerin war und bin, hat dieses Modell für mich neben einer zeitlichen Flexibilität auch Kostenvorteile, insbesondere als Mutter zweier Kinder. Außerdem ist die Versorgung der Patienten gut, ich habe Spaß an der Arbeit und einen regen Austausch mit Kollegen. Rückblickend würde ich es wieder so machen!

Aber trotzdem habe ich mir vorher naturgemäß viele Gedanken gemacht. Und ich weiß, was in meinen Kollegen vorgeht, die sich in nächster Zeit vielleicht niederlassen wollen. Denn bei der Planung wird über die nächsten 25 Jahre und darüber hinaus entschieden. Und da den richtigen Weg zu finden, ist nicht immer leicht. Genau an diesem Punkt setzt das Symposium der Stiftung Gesundheit am 2. Oktober 2013 (15-18 Uhr) in Düsseldorf an. Natürlich gibt es keinen allgemeingültigen Weg in die Selbständigkeit, doch die Referenten vermitteln grundlegende Eckpunkte, speziell auf die Anforderungen von Ärzten und Zahnärzten zugeschnitten.

Auf dem Weg in die eigene Praxis

Die Vorträge variieren inhaltlich sehr stark: von der Standortanalyse über die Finanzierung und den Businessplan bis hin zur Patientenkommunikation. Experten aus Wirtschaft und Gesundheitswesen geben dabei Einblicke in eine solide Finanzierung mit Blick auf Fördermittel, Konditionsfindung und auch Finanzierungsfallen. Außerdem werden die wichtigsten Schritte auf dem Weg in die Selbständigkeit erläutert. Abschließendes Thema ist die Patientenkommunikation. Teilnehmende Ärzte erhalten drei Fortbildungs-Punkte.

Ich kann es mir jetzt nicht mehr anders vorstellen, als in einer eigenen Praxis zu arbeiten. Mit diesem Seminar möchten wir gerne den jungen Ärzten die Unsicherheiten und Ängste nehmen.

von Dr. Jessica Hinteregger-Männel, 9. September 2013

Fotolia.de - © fhmedien_de

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