Demografie und Healthcare-Architektur

Mit der zunehmenden Öffnung des Gesundheitsmarktes, werden Arztpraxen immer mehr zu wirtschaftlichen Unternehmen und der Patient zum Kunden. Neben der medizinischen Leistung wird der patientenorientierte Service zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Eine gut gestaltete Praxis trägt zum einen dazu bei, dass Besucher sich wohlfühlen und zum anderen werden durch durchdachte räumliche Strukturen Arbeitsprozesse unterstützt.

Die Gestaltung von Gesundheitsbauten wird auch durch den demografischen Wandel beeinflusst. So müssen typische Erkrankungen im Alter – wie beispielsweise Demenz oder Seheinschränkungen – ebenfalls in der Planung berücksichtigt werden. Die Bedeutung des demografischen Wandels spiegelt sich ebenfalls in der DIN 18040 wider. Mit dem Ziel, eine barrierefreie Umwelt zu schaffen, berücksichtigt die Norm neben ihrer ursprünglichen Intention, die Integration behinderter Menschen in die Gesellschaft zu fördern, zunehmend die Bedürfnisse älterer Menschen. Mit der Norm soll der Zugang für alle Menschen gleichermaßen ermöglicht werden – unabhängig von ihren physischen und kognitiven Voraussetzungen.

Die Erfüllung der normativen Anforderungen bedeutet jedoch nicht, dass die ästhetische Gestaltung vernachlässigt werden muss. Barrierefreiheit und gutes Design bilden keinen Widerspruch, wie beispielsweise die Waschtische von HEWI veranschaulichen. Die unterfahrbaren Waschtische bieten Sicherheit und Komfort. Integrierte Halte und Stabilisationsmöglichkeiten vereinfachen das Heranziehen an den Waschtisch. Die Griffmulden können auch als Handtuchhalter genutzt werden. Barrierefreiheit wird so zur Selbstverständlichkeit.

Waschtisch

von Thorsten Stute, 26. März 2013