3. Dezember: Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung

30 Jahr alt und nur 1,30m „klein“. Wenn eine Frau die Körpergröße von 1,40m nicht übersteigt, ist sie klein- beziehungsweise minderwüchsig. Bei Männern trifft dies bei einer maximalen Körpergröße von 1,50m zu. Manche Menschen messen nicht einmal einen Meter. Das macht es ihnen nicht immer leicht. Neben 100.000 Kleinwüchsigen leben nach Angaben des statistischen Bundesamtes auch 7,3 Millionen Menschen mit geistigen oder sinnesbehinderten Einschränkungen in Deutschland. Häufig bekommen sie leider nicht dieselbe Chance im Alltag, wie Menschen jenseits der „Einsvierzig“ oder jene, die beispielsweise nicht auf ihren Rollstuhl angewiesen sind. Auf genau diese Tatsache wurden die Vereinten Nationen (VN) schon vor über 20 Jahren aufmerksam und riefen 1992 zum ersten Mal den 3. Dezember als „Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung“ aus. Dieser weltweite Gedenktag soll seither das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Probleme von Menschen mit Behinderungen schärfen und den Einsatz für die Würde, Rechte und das Wohlergehen fördern.

Die Tücken des Alltags

Minder- oder Kleinwüchsige müssen sich Tag für Tag in der Welt der Großen behaupten. Viele Dinge im täglichen Leben bereiten ihnen Schwierigkeiten, wie zum Beispiel die viel zu hohen Einkaufswagen oder Regale im Baumarkt. Stühle in Restaurants oder Kinos sind zu niedrig und unbequem. Kaum hat man sich hingesetzt, schlafen einem die herunterbaumelnden Füße ein. Beim Shoppen bleibt oft nur der Weg in die Kinderabteilung. Türklingeln und Fahrkartenschalter sind häufig unerreichbar und wieder muss eine helfende Hand her. Sogar ein ganz normaler Spaziergang ist anstrengend: Kleinwüchsige machen nämlich zwei Schritte, während „Normalgroßen“ ein Schritt zur Fortbewegung reicht. Das alles bedenken die Mitmenschen sicher nicht, wenn sie verlegen zur Seite schauen, sobald sie Kleinwüchsigen begegnen. Andere wiederum tuscheln oder nennen sie unliebsam „Zwerge“ oder „Liliputaner“: Dabei sind sie doch keine Wesen von einem anderen Stern.

Großer Mann, kleiner Mann. Bildnachweis: pixelio.de / Berthold Kamps

Großer Mann, kleiner Mann.
Bildnachweis: pixelio.de / Berthold Kamps

Hilfestellungen für Personen mit körperlichen Behinderungen

Menschen, die durch eine Krankheit oder auch einen Unfall auf den Rollstuhl angewiesen sind, benötigen einen speziellen Grad der Barrierefreiheit. Manchmal helfen ihnen Maßnahmen im häuslichen Umfeld unheimlich, wie zum Beispiel eine Rampe zur Haustür, ein behindertengerechtes Auto oder Umbauten im Wohnbereich. Besonders im Bereich der ambulanten Versorgung ist eine Arztpraxis mit verschiedenen Barrierefreiheitskomponenten äußerst wichtig. Eine geeignete Praxis finden Patienten bei der Arzt-Auskunft der Stiftung Gesundheit

Höchster Beschäftigungsstand seit 2005

„Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“, so lautet das Grundrecht, das 1994 in Artikel 3 des Grundgesetzes verankert wurde. Selbstverständlich können und wollen Menschen mit ihrer Beeinträchtigung arbeiten gehen. Viele Institutionen unterstützen Sie dabei, ihre Karriereleiter hinauf zu klettern. Demnach ist es sehr erfreulich zu hören, dass in Deutschland mittlerweile über eine Million Menschen mit einer anerkannten Behinderung beschäftigt sind. Damit ist der höchste Beschäftigungsstand seit 2005 erreicht, berichtet das Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

von Daniela Krause, 3. Dezember 2013